Themenschwerpunkt 4

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen – Erfahrungen, Weiterentwicklungen, Perspektiven für DaF/DaZ

Koordination:

Iris Beckmann-Schulz (FaDaF, Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im IQ-Netzwerk, passage gGmbH, Hamburg): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Dr. Annegret Middeke (FaDaF, Universität Göttingen): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Sabina Stolzenberg (Universität Kassel):  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Die Beschreibung von Kompetenzen mithilfe von Kann-Bestimmungen ist heutzutage Standard in der Lernzieldefinition und hat im GER mit den sechs Sprachniveaus seinen promi­nentesten Vertreter im Fach DaF/DaZ. Sprachkenntnisse werden auch außerhalb des Faches in die GER-Stufenskala eingeteilt und von Behörden, Firmen und Institutionen wie selbstverständlich verwendet bzw. auf einem bestimmten Niveau gefordert und damit häufig als Kriterien für den Zugang zu Bildungsgängen und Beschäftigungsmöglichkeiten gesetzt.

Der GER hat darüber hinaus das Vermitteln von Fremdsprachen im Allgemein wesentlich verändert, indem der Fokus vom Erwerb von Grammatik und Vokabular bzw. dem Zählen entsprechender Fehler auf die sprachliche Handlungsfähigkeit verschoben wurde. Lernprozesse und Beurteilungen von Sprachkompetenzen wurden damit sprachenübergreifend vergleichbar.

Seit seiner Einführung vor 20 Jahren hat der GER aber auch viel Kritik erfahren und erscheint als Segen und Fluch zugleich. Dies gilt vor allem für seine kanonische Verkürzung auf die sechs Niveaus A1 bis C2 und ihre Standardbeschreibung, obwohl es sich hier  eher um ein offenes System handelt, das in der Ausgangspublikation sehr viel ausführlicher beschrieben wurde. Einige dieser Kritikpunkte hat die neue Veröffentlichung zum GER, der „Companion“, berücksichtigt, indem er die bisherigen Skalen aktualisiert und u.a. um die Bereiche Sprachmittlung, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, Literatur sowie Onlinekommunikation erweitert und vertieft. Der Begleitband liegt seit 2020 auf Deutsch vor.

Im TSP 4 sind in diesem Zusammenhang Beiträge zu folgenden Aspekten willkommen:

  • Wie sieht die Bilanz nach 20 Jahren GER-Praxis im Fach DaF/DaZ aus?
  • Welche systematischen und fachlichen Stärken und Schwachpunkte des GER haben sich gezeigt?
  • Welche Risiken birgt der GER in Bezug auf migrations- und bildungspolitische Zielsetzungen?
  • Welche Chancen bietet der Companion zum GER? Welche Praxiserfahrungen bestehen hier bereits? Welche alternativen Kompetenzbeschreibungen und Evaluierungs­verfahren gibt es im Fach DaF/DaZ?
  • Welche Verfahren haben sich für individuelle bzw. arbeitsplatzbezogene Bedarfserhebungen bewährt?

Das bedeutet: Senden Sie uns bis zum 15.02.2021 Ihren Vorschlag für einen Beitrag im Themenschwerpunkt mit einem Abstract (von ca. 20 Zeilen Länge). Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das Online-Formular. Abstracts, die direkt an die Betreuer*innen des Themenschwerpunkts gehen, werden NICHT berücksichtigt! Die Betreuer*innen stehen aber gern für Rückfragen zur Verfügung.