Fortbildung für internationale DaF- und GermanistikdozentInnen „Schritt halten: Landeskundliche Unterrichtsgestaltung in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen“ am 28. März 2020 auf der Jahrestagung DaF/DaZ an der Universität Marburg

 

© Jana Hensch

 

Im Anschluss an die Jahrestagung DaF/DaZ 2020, die vom 26.03. bis zum 28.03. an der Universität Marburg stattfindet, bietet der FaDaF mit freundlicher Unterstützung des DAAD wieder eine Fortbildung für internationale DaF- und GermanistikdozentInnen an. Diese richtet sich an alle nicht deutsch-muttersprachlichen GermanistInnen, die in Forschung und Lehre an Hochschulen außerhalb des deutschsprachigen Raums tätig sind.

Das Thema 2020 lautet: „Schritt halten: Landeskundliche Unterrichtsgestaltung in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen“.

Hintergrund und Inhalte der Fortbildung

Fremdsprachenlernen ist ohne Landeskunde kaum denkbar – dies wird nicht zuletzt auch im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) deutlich, in dem sprachliches Handeln in zahlreichen lebensweltlichen und interkulturellen Zusammenhängen verortet und damit dem Zusammenwirken sprachlichen und landeskundlichen Lernens besondere Relevanz zugewiesen wird. Vor diesem Hintergrund befassen sich grundlegende Fragestellungen für den Bereich der Landes- und Kulturkundevermittlung damit, welche Themengebiete der Begriff Landeskunde umfasst, welcher Stellenwert sozio- und interkulturellem Wissen im Unterrichtsalltag eingeräumt wird und wie dieses Wissen in kulturelles Bewusstsein und kommunikative Kompetenz transferiert werden kann.

In der Fortbildung werden innerhalb eines Workshops vier unterrichtsrelevante Fragen der Landeskunde erarbeitet, welche vor allem aus der Perspektive der internationalen Germanistik Herausforderungen an Lehrende und Lernende stellen.

Schwerpunkt 1: Auswahl der Themen und Inhalte


Lehrende können zwar auf Angebote in Lehrwerken zurückgreifen, stehen jedoch nicht selten vor Fragen wie: Welche zusätzlichen Themen kann ich meinen Lernenden anbieten? Welche Informationen zur Vorbereitung kann ich heranziehen? Wie schlage ich bei der Themenauswahl die Brücke zwischen Aktualität, Relevanz und Adressateninteresse? Schwerpunkt 1 setzt bei diesen Fragen an und diskutiert Kriterien zur Einschätzung der Angemessenheit von Themen und Inhalten sowie mögliche Lernziele der Landeskunde.

Schwerpunkt 2: Materialerstellung

Eigene Themen auszuwählen und Lernziele zu formulieren, führt im nächsten Schritt zur Erstellung eigener Materialien mit klar definiertem Adressatenbezug. Der Schwerpunkt 2 stellt die Frage, welche didaktischen und gestalterischen Überlegungen im Fokus stehen und wie sich diese in eigenen Materialien zur Landeskunde widerspiegeln.

Schwerpunkt 3: Unterrichtsgestaltung

Im Schwerpunkt 3 sollen Unterrichtszenarien entwickelt werden, welche unter Berücksichtigung der Horizonte der Lernenden die ausgewählten Themen angemessen vermitteln und je nach Lerngruppe und Lernziel verschiedene landeskundliche Ansätze und didaktische Vermittlungsinstrumente in den Mittelpunkt der Themenbearbeitung rücken.

Schwerpunkt 4: Evaluation

Die Formulierung von Lernzielen und die Vermittlung von Inhalten führt schließlich zur Frage der Messbarkeit des Erlernten. Schwerpunkt 4 beschäftigt sich daher mit der Frage, welche Instrumente geeignet sind, um landeskundliches Wissen und (inter-)kulturelle Kompetenzen zu messen und schlussendlich zu bewerten.

Bewerbungsbedingungen

Die Ausschreibung richtet sich an Dozentinnen und Dozenten der Fächer Germanistik und/oder Deutsch als Fremdsprache, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, an einer ausländischen Hochschule angestellt sind und in den vergangenen zwei Jahren keine DAAD Förderung erhalten haben. Es stehen maximal 20 Plätze zur Verfügung.

Bewerbungsschluss ist der 07.01.2020, 23:59 Uhr.

Die Bewerbung erfolgt direkt beim Veranstalter, dem Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, nur über das Online-Portal. Bewerbungsunterlagen können hier zwischen dem 12.11.2019, 12:00 und dem 07.01.2020, 23:59 Uhr online eingereicht werden.

Die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber wird bis zum 01.02.2020 getroffen. Sie erfolgt – auf der Basis des eingereichten Lebenslaufes, der Qualifikation des Bewerbers/der Bewerberin und der Begründung für die Bewerbung – durch eine Kommission des FaDaF. In der Bewerbung müssen alle bisherigen und laufenden Förderungen/Stipendien angegeben werden, insbesondere die des DAAD. Bevorzugt werden Dozentinnen und Dozenten, die bisher noch nicht oder wenig an vergleichbaren Veranstaltungen in Deutschland teilgenommen haben und ein Lehr- wie Forschungsinteresse vorweisen.

Finanzierung / Leistungen

Die geförderten Personen erhalten in Abhängigkeit vom Wohnort einen pauschalen Zuschuss zu den Reisekosten nach DAAD-Sätzen, außerdem werden die Tagungs- und Fortbildungsgebühren voll übernommen. Die Auszahlung des Reisekostenzuschusses erfolgt nach der Anreise vor Ort im Tagungsbüro.
Unterkunfts- und Aufenthaltskosten müssen selbst getragen werden.
Die Förderung steht unter Vorbehalt der Bereitstellung der Mittel durch den Geldgeber.

Die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.
Die Liste mit den Reisekostenpauschalen finden Sie hier.

HINWEIS: Die oben genannte Fortbildungsveranstaltung am Samstag, dem 28.03.2020, von 14:00 bis 18:00 Uhr, wird für die geförderten Personen gesondert angeboten und ist für diese verpflichtend.